Die ROSA-ROTE-BRILLE

Heute schon ein kleine Kostprobe vom Buch

 

Wir hatten Die ROSA-ROTE-Brille doch alle AUF

Die ROSA-ROTE BRILLE: Was macht sie mit Dir?

 

Du wirst es kennen, man hat bei der ersten Verliebtheit eine Rosa-Rote Brille auf. Man spürt förmlich die Zuneigung und die Funken zwischen einander. Was passiert da aber, was macht diese Rosa-Rote Brille mit Dir. Erinnerst Du Dich noch wie es war, als Du Deinen Partner kennengelernt hast. Ihr wart im 7. Himmel. Ihr habt euch verliebt angeschaut, wart nur glücklich, wenn ihr zusammen wart, ihr konntet die Finger nicht voneinander lassen. Heute sieht das anders aus. Du fragst Dich vielleicht, ob Dein Partner schon immer diese Macke hatte. Hat er schon immer seine Socken überall liegen lassen. Hat sie schon immer die Haare im Waschbecken vergessen wegzumachen. Schlürfte er schon immer den Kaffee aus der Tasse?

Ja, wahrscheinlich hat Dein Partner diese Macke schon immer gehabt. Du hast sie nur nicht gesehen. Wie konnte Dir diese Macke nun entgehen, wenn sie dich nun wirklich stört. Die Hormone sind schuld, wie so oft. Das Gehirn von Frischverliebten hat mit einer Welle aus Hormonen zu kämpfen. Ein komplexes Zusammenspiel aus Botenstoffen sind schuld daran, dass Du alles in einer Rosa-Roten Brille erlebt hast.

Überrascht wirst Du vielleicht sein, dass die Wissenschaft schon an der sogenannten Liebesdroge arbeitete. Diese künstliche Zusammensetzung aus Botenstoffen soll das Sexualverhalten der Menschen verändern. Wir wollen uns lieber auf die natürlichen Botenstoffe konzentrieren, denn sie lassen Dich über die vielen Einzelheiten hinwegsehen. Wollen wir beide mal nachschauen was da in Deinem Gehirn eigentlich vor sich geht, wenn Du verliebt bist.

Schauen wir uns gemeinsam das Dopamin an. Der Botenstoff Dopamin wird auch als Glückshormon beschrieben und zeigt sich beispielsweise im Belohnungszentrum unseres Gehirns. Dort strahlt das Dopamin Erfüllung und Befriedigung aus. Siehst Du Deinen Partner in der Verliebtheitsphase, dann reagiert der Körper mit einer Ausschüttung des Dopamins darauf. Das wiederum fühlt sich an wie ein Hochgefühl. Du wirst also sozusagen nach dem Anblick Deines Partners süchtig. Neben dem Dopamin gibt es noch ein anderes Hormon, welches sehr präsent ist. Es geht um das Hormon Adrenalin. Auch als Aufputschhormon bekannt, sorgt es für die Unruhe, die man im Körper hat. Es erzeugt Deine Schmetterlinge im Bauch.

Testosteron ist ebenfalls ein Mitspieler in dem ganzen Hormonüberschuss. Bei Männern sinkt das Hormon, wodurch sie ausgeglichener werden. Bei Frauen hingegen steigt das Hormon an, was zur Folge hat, dass unser sexuelles Verhalten ansteigt. Laut den verschiedenen Forschungen dazu soll die Natur wohl versuchen die Geschlechter miteinander auszugleichen. Und als ob das alles noch nicht ausreichend ist, kommt nun auch noch das Serotonin hinzu, welches eigentlich bei Suchterkrankten nachgewiesen wird. Will man sich von seinem Partner beispielsweise nicht loseisen oder ist man meist betrübt, wenn dieser nicht in der Nähe ist, dann ist der Serotonin-Spiegel besonders hoch.

Das passiert alles in den ersten Wochen oder Monaten der Verliebtheit. Nun will der Körper auch die Bindung festigen und es kommt zum Ausschütten des Botenstoffes Oxytocin, welches als Bindungshormon bekannt ist. Es sorgt dafür, dass Vertrautheit und Verbundenheit sich einstellen. Zu guter Letzt muss ich auch die Pheromone mit ansprechen. Sie sind mindestens genauso wichtig. Sie sorgen dafür, dass wir den Partner “riechen“ können.

Irgendwann fallen die Hormone wieder ab und der Körper kommt in einen Normalzustand. Heißt also, Du setzt die Rosa-Rote Brille wieder ab.